Rückabwicklung der Verträge bezüglich Schrottimmobilien



Nach der Rechtsprechung können sich die Anleger in Fällen eines institutionalisierten Zusammenwirkens der kreditgebenden Bank mit dem Verkäufer oder Vertreiber des finanzierten Objekts unter erleichterten Voraussetzungen mit Erfolg auf einen die Aufklärungspflicht auslösenden konkreten Wissensvorsprung der finanzierenden Bank im Zusammenhang mit einer arglistigen Täuschung des Anlegers durch unrichtige Angaben der Vermittler, Verkäufer oder Fondsinitiatoren bzw. des Fondsprospekts über das Anlageobjekt berufen. So äußert sich der Bundesgerichthof, Urteil vom 26. September 2006, Az. XI ZR 283/03.

Das Bundesgerichthof hat die UniCredit Bank AG (ehemals HypoVereinsbank) im Zusammenhang mit der Finanzierung und dem Vertrieb von so genannten Schrottimmobilien verurteilt, sodass die Geschäfte zu Gunsten der Verbraucher rückabgewickelt wurden (BGH Beschluss vom 05.07.2011, Aktenzeichen XI ZR/ 342/10).

Diese Entscheidung macht Hoffnung auch für die gleich gelagerten Fälle, wo Verbraucher aus der Schuldenfalle nicht mehr alleine herausfinden.